Wer schwarze oder braune Flecken an Wänden, Dichtungsmassen oder Einrichtungsgegenständen im Haus entdeckt, sollte schnell Gegenmaßnahmen ergreifen. Kleinere Schimmelstellen, zum Beispiel an Duschabtrennungen, können selbst entfernt werden. Hierzu wird die befallene Stelle mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch gründlich gesäubert und anschließend mit einem im Handel erhältlichen Antischimmelprodukt behandelt, um die Sporen abzutöten. Größere Schäden müssen durch eine sachkundige Firma fachgerecht saniert werden. Wichtig ist es, danach die Ursachen für die zu hohe Feuchtigkeit zu beseitigen, da es sonst zu neuem Befall kommt.
Vorbeugend sollten alle Wohnräume, vor allem aber Küche und Bad, häufig gelüftet werden. Dichtungsmassen von Duschkabinen oder Badewannen können zudem regelmäßig mit Essigwasser gereinigt werden. Größere Möbel einige Zentimeter von den Wänden abrücken, damit die Luft dahinter zirkulieren kann. Ratsam ist auch die Anschaffung eines Hygrometers, mit dem die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen gemessen werden kann. Diese sollte auf Dauer 65 bis 70 Prozent nicht überschreiten.
Bei einem Neuanstrich von Küche oder Bad empfiehlt es sich, eine Dispersion auf Basis von Reinacrylat zu verwenden. Entsprechende Produkte sind in jedem gut sortierten Baumarkt speziell für den Einsatz in „feuchten“ Räumen erhältlich. Vorher müssen die Schimmelflecken unbedingt entfernt werden, da sie ansonsten schnell wieder durchschlagen und sich weiter ausbreiten.